Der CO2-Fußabdruck fürs Online Business

Was dir der CO2-Fußabdruck übers Online Business alles verrät —> kurz gefasst

Der CO2-Fußabdruck ist eine Berechnung, die Treibhausgase aufspürt. Für ein Online Business ist das hauptsächlich der Stromverbrauch.

  1. CO2-Emissionen rund um den Arbeitsplatz – Diese Quellen kannst du meist selbst beeinflussen, wie Strom sparen oder ganz zu einem Ökostromanbieter wechseln.
  2. CO2 Emissionen der Lieferkette – Das sind zum einen deine Dienstleister, wie Hoster, Provider, Social Media und Cloud-Computing. Zum Anderen bringen Elektrogeräte, wie Computer schon eine beträchtliche Last an CO2-Emissionen mit. Allein durch ihre Herstellung verbrauchen sie Rohstoffe und setzen dabei CO2-Emissionen frei.

Den CO2-Fußabdruck um den Arbeitsplatz kannst du mit Online Rechner ermitteln. Für die Lieferkette geben dir die Ökobilanzen von Dienstleistern und Herstellern die nötigen Informationen. Damit kannst du für dich entscheiden, ob vielleicht ein klimafreundlicher Anbieter besser zu deiner nachhaltigen Unternehmensstrategie passt.

Was dir der CO2-Fußabdruck über dein Online Business verrät

Der CO2-Fußabdruck ist eine Größe, die du für dein Online Business auf dem Schirm haben solltest. Neben Umsatz, Gewinn und Liquidität hilft dir ein CO2-Fußabdruck dabei, Entscheidungen zu treffen, die dein Unternehmen fit für eine nachhaltige Zukunft machen.

Der CO2-Fußabdruck hilft dir auf dem Weg zur Klimaneutralität

Das Konzept, rund um den CO2-Fußabdruck spürt die Quellen der klimaschädlichen Treibhausgase auf. Zunächst einmal solche, die du direkt beeinflussen kannst.

Worum geht es bei den Treibhausgasen überhaupt?

Treibhausgase sind dafür verantwortlich, dass sich die Temperaturen an der Erdoberfläche aufheizen. Dadurch bewirken sie den Klimawandel mit seinen bedrohlichen Folgen, wie Hitzewellen oder Überschwemmungen. Um solche Folgen noch zu verhindern, muss alles klimaneutral funktionieren. Übrigens, das Ziel für Deutschland ist treibhausgasneutral bis 2045.

Das Öko-Institut verdeutlicht an einem Beispiel, was das bedeutet: Jede:r Einwohner:in in Deutschland ist im Durchschnitt für etwa 12 Tonnen CO2-Emissionen im Jahr verantwortlich. Klimaverträglich wären allerdings nur 2 Tonnen pro Einwohner. Um das Klimaziel bis 2045 zu erreichen, müssen wir gemeinsam von den 12 Tonnen runterkommen. Dabei hilft der CO2-Fußabdruck.

Übrigens: Treibhausgase sind hauptsächlich Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4). Sie entstehen größtenteils dann, wenn der Mensch fossile Energien, wie Erdöl, Erdgas oder Kohle nutzt. Um daraus Energie zu gewinnen, müssen sie verbrennen und dabei entweicht Kohlenstoffdioxid. Doch auch Holz als Rohstoff für Papier, oder als Feuerholz ist eine Quelle für Treibhausgase.

Die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Kopf in Deutschland
Die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Kopf in Deutschland

Die 1. Stufe – Der CO2-Fußabdruck an deinem Arbeitsplatz

Die Treibhausgasemissionen, die direkt mit dem Arbeitsplatz zusammenhängen, lassen sich schnell identifizieren. Hier kannst du beginnen und gleich einige nachhaltige Akzente setzen. Zum Beispiel grünen Ökostrom verwenden, der von erneuerbaren Energien stammt.

Typische Quellen für Treibhausgase im Online Business

  • Stromverbrauch
  • Heizung
  • Papierverbrauch
  • Homeoffice oder Weg zum Arbeitsplatz? 
    • Öffentlicher Verkehr oder privater PKW?
  • Dienstreisen
    • Privater PKW, Bahn oder Flugzeug?
CO2-Footprint im Online Business
CO2-Footprint im Online Business

Nachhaltigkeit im Online Business

Nachhaltigkeit im Online Business der Shops ist ein klarer Vorteil. Hier liest du, wie du richtig mit deinem Geschäft richtig durchstartest?

Den CO2-Fußabdruck mit online Rechnern ermitteln

Mit einem Online Rechner, zum Beispiel von der Organisation Klimaneutral-Handeln, lässt sich der CO2-Fußabdruck für den Arbeitsplatz leicht errechnen. Du benötigst dazu Angaben zu den oben genannten Punkten.

Beziehst du schon Ökostrom? Dann trage in dem Rechner eine große Null, für Zero-Emissionen ein.

Nach der Eingabe spuckt der Rechner die CO2-Menge aus, die der Arbeitsplatz im Jahr verursacht.

Was fängst du jetzt mit der Information an?

Bei ein paar Punkten kannst du mit kleinen Änderungen schon viel CO2-Emissionen einsparen. Dann gibt es Punkte, die sich nicht ändern lassen. Die hier anfallenden Treibhausgase zählen zu der Restmenge von Treibhausgasen, die sich nicht vermeiden lassen. Mit Spenden für Klimaprojekte kannst du sie beispielsweise kompensieren.

  • Strom sparen – Eine erste Sofortmaßnahme ist, den Stromverbrauch am Arbeitsplatz zu senken. Ein paar Dinge, wie energieeffiziente Geräte nutzen oder die Stand-by Funktionen deaktivieren, lassen sich leicht umsetzten.
  • Autofahrten einschränken – Gemeint sind hier Fahrzeuge, die mit Benzin oder Diesel fahren.
  • Papierverbrauch senken – Lass das papierlose Büro endlich Wirklichkeit werden.
  • Heizung? – Hier wird es schon schwieriger. Mal eben die Heizung austauschen, ist meist nicht realistisch.
Klimaneutralität im Online Business
Klimaneutralität im Online Business

Was Klimaneutralität fürs Online Business bedeutet

Klimaneutralität fürs Online Business. Auf diesem Weg kannst auch du mithelfen und uns vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels bewahren.

Die 2. Stufe – Der CO2-Fußabdruck der Dienstleister im Online Business

Im zweiten Schritt überprüfst du, wie klimafreundlich deine Dienstleister schon arbeiten. Zum Beispiel ein grüner Webhoster oder klimaneutraler E-Mail Versand. Auf diesem Weg überprüfst du Schritt für Schritt alle Schnittstellen auf der Lieferkette.

Die CO2-Emissionen, die durch die Lieferkette entstehen

  • Plattformen, Provider, Hoster oder online Software – Sie speichern in der Regel deine Daten in ihren Rechenzentren. Die Bits und Bytes deiner Website liegen irgendwo bei deinem Hoster abgespeichert. Ebenso Programme oder Datenspeicher, die Cloud-Computing nutzen, zum Beispiel Google Docs oder Datensicherungen in der Cloud.
  • Netzwerkbetreiber – Zum Beispiel die Social-Media-Kanäle. Auch sie speichern deine Daten in ihren Rechenzentren.
  • Dein Handwerkszeug, Laptop und Co – Die elektrischen Geräte kommen schon mit einer (Umwelt-) Last von den Herstellern. Die Herstellung und der Transport verbraucht Rohstoffe und Energie. Das Öko-Institut gibt diesen Anteil der mitgebrachten CO2-Emissionen mit durchschnittlich 41 Prozent an – gerechnet auf alle Einwohner in Deutschland.

In der Lieferkette stecken die hauptsächlichen Quellen für Treibhausgase. Um einen CO2-Fußabdruck für ein Online Business zu ermitteln, sind es genau diese Schnittstellen, die entscheidend für seine Größe sind.

Mögliche CO2-Quellen im Online Business
Mögliche CO2-Quellen im Online Business

Lässt sich der CO2-Fußabdruck für die Lieferkette berechnen?

Eine Berechnung, wie mit einem online Rechner, sind für die Lieferkette nicht mehr möglich. Es gibt zwar Standards für die Berechnung, zum Beispiel das GHG-Protokoll, Scope 3. Doch das ist ein Prozess, der Selbstständige, wie dich und mich überfordern würde. Größere Unternehmen, wie es teilweise deine Dienstleister sind, erstellen oftmals schon ihre Klimabilanz. Diese Werte kannst du für dich nutzen.

Was du unternehmen kannst

Der CO2-Fußabdruck für die Lieferkette ist daher so etwas wie eine Inventur. Du notierst dir alle Dienstleister und schaust nach, ob sie schon klimaneutral sind. Mit dem Prozess schaffst du quasi eine Bestandsaufnahme über alle Schnittstellen.

Wüsstest du auf Anhieb, mit welchen Dienstleistern du überall zusammenarbeitest? Und wie nachhaltig diese schon sind?

Ein Beispiel: Facebook/Meta – Du nutzt wahrscheinlich mindestens eines der Netzwerke von Meta, Facebook, Instagram oder WhatsApp. Der Konzern strebt nach eigenen Aussagen an, bis 2030 zu komplett klimaneutral zu sein.

Tipp! Das Dokument, dass du hier erstellst, kannst du auch für andere Zwecke nutzen, wie bei Fragen zum Datenschutz. Denn auch hier geht es ja zum Teil um extern gespeicherte Daten.

Fazit – Das bringt dir der CO2-Fußabdruck für dein Online Business

  • Der CO2-Fußabdruck deckt auf, wo überall Treibhausgase entstehen.
  • Welcher, deiner Provider, Hoster und Co arbeiten schon klimaneutral.
  • Dadurch schaffst du Grundlagen, um dein Unternehmen selbst nachhaltiger aufzustellen. Du kannst entscheiden, mit welchen Dienstleistern du weiterhin zusammenarbeitest.

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Bilder: DIWAN.blog

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