Grüner Hoster: die Checkliste für die nachhaltige Auswahl

 

Ein grüner Hoster vervollständigt dein nachhaltiges Business

Ein Grüner Hoster nutzt  100 Prozent klimaschonende, regenerative Energie, um deine Website ins Internet zu bringen.

Grüner Hoster  —> kurz gefasst

Ein Business ohne Website? Eigentlich keine Frage mehr, die digitale Visitenkarte ist längst ein Muss. Problematisch ist nur, dass der Strom für das Internet noch zu großen Teilen aus fossilen Energiequellen stammt – und damit nicht zu deiner nachhaltigen Business-Strategie passt.

Ein grüner Hoster betreibt deine Website mit erneuerbaren Energien. Deine Website ist somit klimaneutral im Netz. 

Meine Checkliste hilft dir den idealen grünen Webhoster für dich zu finden.  Denn Technik ist eines, aber hier machen die grünen Soft-Skills den Unterschied. 

        1. 100 % Ökostrom
        2. Wo erfolgt die Datenspeicherung
        3. Datenschutz
        4. Ist der grüne Hoster auch selbst nachhaltig aufgestellt.

Der grüne Hoster für deine Website

Um dein (Online-) Business wirklich zukunftsfähig aufzuziehen, ist es eigentlich selbstverständlich, sich auch nachhaltig im Internet zu bewegen. Dazu gehört ein grüner Hoster. Nachhaltige Produkte sind nur der Anfang. Zum rundum stimmigen Businessauftritt gehört auch, dass es im Backoffice nachhaltig zugeht.  Damit beweist du deinen Kund:innen, dass Klimaschutz und faire Arbeitsabläufe in deinem Team oder mit den Geschäftspartner:innen bei dir keine leeren Floskeln sind. Für den nachhaltigen Online-Auftritt sind diese Stellschrauben  wichtig:

Ein grüner Hoster gehört zukünftig dazu

Nachhaltige oder grüne Webhoster helfen dabei, das Internet wieder ein Stück grüner zu machen. Damit leisten sie einen Beitrag, die CO2-Emissionen des Internets zu begrenzen.

Zurzeit liefern noch immer größtenteils Kohlekraftwerke den Strom. Laut BP Energy Report waren es 2021 weltweit noch 36 Prozent Kohlestrom. Aus der Verbrennung der fossilen Brennstoffe, wie Kohle, entstehen die klimaschädlichen Treibhausgase. Damit ist auch das Internet mit seinen Rechenzentren weltweit ein enormer Produzent von Treibhausgas-Emissionen. Laut CO2-OnlineCO2-Online entstehen durch  die Nutzung von digitalen Geräten zwischen 700 und 1000 Kilogramm CO2-Emissionen pro Einwohner in Deutschland. Das sind rund sieben bis neun Prozent des gesamten CO2-Fußabdrucks, für die jede Person verantwortlich ist.

Viele Grüne Hoster bringen deine Website klimaneutral ins Netz. Mit deiner Entscheidung einen grünen Hoster zu verwenden, tust du aktiv etwas gegen die Erderwärmung und damit gegen den Klimawandel. Damit zeigst du deinen Kund:innen, dass es dir ernst ist mit der Nachhaltigkeit. Du hast deine Geschäftsprozesse genau abgeklopft und bist konsequent dabei, das Business auf die neuen Herausforderungen durch den Klimawandel anzupassen.

Woran du Greenwashing entlarvest
Woran du Greenwashing entlarvest

Mein Umzug zu einem grünen Hoster

Der grüne Hoster, genau, dies war zu Beginn meines Blogbusiness noch die Schwachstelle – Bis, ja bis Dezember 2022. Als Blogger-Neuling hatte ich den Diwan.blog bei WordPress.com registriert und automatisch war WordPress auch mein Hoster. Für die Bereitstellung der Websites nutzt WordPress Rechenzentren überall auf der Welt. In welchem jetzt gerade mein Blog läuft, ist nicht sofort ersichtlich.  Als Blogbetreiberin habe ich  keinen Einfluss darauf, wie nachhaltig Automattic, der Mutterkonzern von WordPress arbeitet. Der Hoster und auch die Content-Software kommen von Business-Partnern, deren Nachhaltigkeitsstrategie, du als einer von vielen Nutzer:innen, kaum beeinflussen kannst. Diese Situation war eigentlich für mich völlig inakzeptabel, einen Blog über Nachhaltigkeit schreiben und dann keinen Ökostrom nutzen. Aber guess what, ich hatte einfach ein mulmiges Gefühl, meinen mühsam aufgesetzten Blog umzuziehen. Und tatsächlich, es war nicht so einfach, wie ich mir versuchte einzureden. Aber der großartige Support von meinem neuen Webhoster war phänomenal. Pünktlich zu Silvester 2022 war dann der Diwan.blog wieder online und zwar mit 100 Prozent grünem Strom.

Bei einem grünen Hoster entscheiden die Softskills

Aber zurück zum Anfang. Wie suchst du dir einen neuen und grünen Webhoster aus? Glücklicherweise gibt es ja inzwischen eine große Auswahl an Anbietern.

Die Technik beim grünen Hoster

Die Technik, wie Infrastruktur, Verfügbarkeit oder Speicherkapazitäten müssen natürlich auch passen. Wenn du dir dabei unsicher bist, schau nach, welche Features dein aktueller Hoster bietet und suche dann entsprechend aus den Angeboten der grünen Hoster aus.

Die Checkliste für die nachhaltigen Soft-Skills

Hier findest du meine Checkliste zur Auswahl des Grünen Hosters. Dabei spielten für mich die „Soft-Skills“ die entscheidende Rolle bei der Auswahl meines neuen Hosters.

  1. 100 % Ökostrom
  2. Wo erfolgt die Datenspeicherung
  3. Datenschutz
  4. Ist der grüne Hoster auch selbst nachhaltig aufgestellt

1) Ökostrom

Nicht überall wo Ökostrom draufsteht, ist auch wirklich nur reiner Ökostrom aus erneuerbaren Energien drin. Erneuerbare Energiequellen sind:

  • Solar-, Wind- oder Wasserkraft sowie Biomasse.
  • Zweifelhaft ist unter anderem Atomstrom, Erdgas oder grün gewaschener Strom durch den Emissionshandel.

Wo findest du Informationen über den Strom?

  • Informationen vom Webhoster selbst.
  • Zertifikate über die Herkunft des Stroms. Die findest du meist in den Informationen auf der Unternehmenswebsite.
  • Stromlabel, wie  „OK Power“ oder „Grüner Strom“ Empfohlen vom Umweltbundesamt.
  • Ökostromreport 2023 von der Organisation Robin Wood.  Die Umweltorganisation empfiehlt darin Ökostromanbieter.

Der erneuerbare Strom sollte nicht nur das Rechenzentrum versorgen, sondern auch für die Kühlung der Server sorgen, wenn notwendig.

2) An welchem Ort steht die Rechenzentren

Am besten gleich um die Ecke, wo deine Blog-Leser:innen sind. Es ist nicht egal, wo ein Webhoster die Daten für deine Website speichert. Kurze Wege bei der Datenübertragung helfen nochmals Strom zu sparen. Außerdem ist es ein Service für die Kund:innen. Sie brauchen nicht zuzuschauen, wie sich die Website langsam aufbaut. Solche Wartezeiten sind nervig und nicht nachhaltig.

Darum sind „Frequent-Traveller Daten“ keine gute Idee? Durch die räumliche Entfernung verbraucht der Ladevorgang im Internet mehr Strom und dadurch sind wahrscheinlich CO2-Emissionen entstanden. Stell dir vor, dein:e Nachbar:in liest deinen neuen Blogpost. Damit sich drüben auf dem Computer die Website aufbaut, müssen die Daten erst einmal um die halbe Erde reisen, weil dein Webhoster ein Rechenzentrum in den USA nutzt. Meine Leser:innen sind hauptsächlich im deutschsprachigen Raum. Somit sollte der Webhoster auch hier idealerweise sein Rechenzentrum betrieben.

3) Datenschutz

Die EU-Anforderungen sind dein Muss. Ein weiterer Grund, warum das Rechenzentrum mindestens in der EU sein sollte. Am besten direkt unter der Kontrolle des Webhosters. Das ist dann der Bonus – Die Datenschutzrichtlinien der EU sind keine große Sache mehr. Die Datenspeicherung in Rechenzentrum des Webhosters erfolgt nach den Regelungen der EU.

4) Grüner Hoster ist auch selbst ein nachhaltiges Unternehmen

Wie erst nimmt das Unternehmen die Nachhaltigkeit für sich selbst. Hat der Hoster eine Nachhaltigkeitsstrategie und wie transparent informiert das Unternehmen über die ergriffenen Maßnahmen zu:

  • Klima- und Umweltschutz
  • Arbeitsbedingungen

Wo findest du dazu Informationen? In einem Nachhaltigkeitsbericht oder CSR-Bericht. Größere Unternehmen, ab 500 Mitarbeiter:innen haben einen solchen Bericht zu veröffentlichen. Bei bestimmten Geschäftsformen gehört eine solche transparente Information mit dazu.

  • gGmbH, gemeinnützige GmbH
  • Purpose-Unternehmen oder Unternehmen, die sich selbst gehören, Verantwortungseigentum.
  • B-Corp, ein ursprünglich US-amerikanischen Zertifizierungsprogramm für nachhaltige Unternehmen. Die Zertifizierung ist weltweit möglich und auch in der EU findest du immer häufiger B-Corps.
  • Unternehmen, die sich nach der Gemeinwohlökonomie ausrichten. Ein Verbund von Unternehmen oder auch Kommunen, die sich nach der Philosophie der Gemeinwohlökonomie aufgestellt haben.

Der neue grüne Hoster für den Diwan.blog

Nach etwas Suchen, habe ich meinen idealen grünen Hoster gefunden, GreenWebspace.

  • 100 Prozent Energie aus Wasserkraft für die Rechenzentren. Für das Büro von GreenWebspace nutzen sie Ökostrom. Damit können sie klimaneutrale Produkte anbieten, wie Webhosting, Cloud-Services oder Online-Konferenzen.
  • Der Hoster und das Rechenzentrum stehen in Österreich.
  • GreenWebspace richtet sich nach der Gemeinwohlökonomie aus und unterstützt die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN.

Du findest auch, dass dies ein rundum grüner Hoster ist und du willst nicht mehr lange herumsuchen? Dann klicke hier auf das Logo von GreenWebspace. Auf ihrer Website kannst du dich selber überzeugen.

**Das ist ein Affiliate-Link, wenn du hierüber bei GreenWebspace einen Vertrag abschließt, erhalte ich eine Provision. Für dich entstehende dadurch keine Mehrkosten, aber mich würde es freuen.    

 

 

Interessiert es dich, wie viel Treibhausgase jetzt entstanden sind? Nur dadurch, dass du diesen Artikel auf deinen Bildschirm geladen hast?

 

Der Carbon Calculator zeigt dir die CO2-Emissionen im Gramm pro neuem Seitenaufruf an. Mit dem frei verfügbaren Tool Website Carbon Calculator kannst du übrigens jede beliebige Website auf ihre Klimafreundlichkeit überprüfen.

Bilder: DIWAN.blog

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