Jahresplanung, mit dieser Methode ist sie schnell geschafft

Keine Zeit für eine Jahresplanung? Mit dieser Methode der Profis erledigst du die jährliche Planungsrunde ganz schnell und einfach.

Jahresplanung, mit dieser Methode ist sie schnell geschafft —> kurz gefasst

Das Baukastensystem für deine Jahresplanung mit samt einer SWOT-Ananlyse und SMARTen-Zielen. Mit dieser Methode planst du einfach dadurch, dass du dir 6 Fragen beantwortest. Mit jeder Antwort fügst du einen weiteren Baustein zu deiner Planung hinzu.

Deine Jahresplanung erstellst du mithilfe dieser 6 Fragen:

  • 1. Was möchtest du in diesem Jahr erreichen?  – Ziel für das Jahr
  • 2. Was kann dich daran hindern oder was hilft dir dabei? Externe Faktoren
  • 3. Wo stehst du? Das sind die internen Faktoren
  • 4. Wie kannst du es erreichen?  Operative Strategie
  • 5. Was brauchst du dafür? Maßnahmen
  • 6. Woher weißt du, ob du dein Ziel erreicht hast? Kennzahlen (KPI)

Die Baustein-Methode für die Jahresplanung

Deine Jahresplanung ist ein bisschen so, wie mit Bauklötzen spielen. Als Kinder waren unsere Bausteine rot, blau oder gelb. Jetzt setzt du mithilfe dieser Fragen deine Planung zusammen.

Das Gerüst für deine Planung sind:

  • Jahresabschluss vom letzten Jahr. Damit du weißt, wo du finanziell stehst.
  • Dein langfristiges Ziel – Was möchtest du erreichen. Tipp! Jetzt ist die Zeit, den Business Case wieder aus der Schublade zu holen. Hier findest du viele Bausteine, die du wieder gut gebrauchen kannst.
  • Deine Strategie, wie du das Ziel erreichen möchtest. Mit der Strategie hast du die Positionierung deines Business festgelegt. Wie soll die Umgebung dein Business wahrnehmen? Du positionierst dich über deine Expertise, Qualität der Produkte oder Service und den Preis.

Die Eckpfeiler sind, der letzte Jahresabschluss und dein langfristiges Ziel. Die Jahresplanung ist ein Schritt auf dem Weg zu deinem langfristigen Ziel.

Die Methode Jahresplanung – So gehst du vor 

Nimm dir einen oder zwei Tage Zeit für deinen Jahresplan. In einer gemütlichen Atmosphäre plant es sich einfach leichter und es gelingt dir besser, das Tagesgeschäft auszublenden. 

Am Anfang der Jahresplanung steht ein kurzer Rückblick

Wie ist das letzte Jahr gelaufen?

Ein Blick auf den Jahresabschluss, sagt dir ganz offen, ob es erfolgreich war oder nicht. Aber das ist nicht das einzige Kriterium. Bist du selbst zufrieden, mit dem, was du erreicht hast? Diese Gedanken kannst du dir schon mal notieren. Sie markieren die aktuelle Situation. Das langfristige Ziel zeigt dir, was noch zu tun ist. 

Die Jahresplanung ist im Grunde die Überlegung, wie du diesem Ziel ein Stück näher kommst. Was sind die nächsten Schritte? – Das sind deine Ziele für das Jahr.

Jetzt geht es schon an den Zusammenbau der Jahresplanung

Dafür beantwortest du dir diese sechs Fragen. Sie sind das Gerüst für den Plan. Danach steht auch schon dein Jahresplan, inklusive einer SWOT-Ananlyse und SMARTen Zielen. Du wirst feststellen, dass hinter den so kompliziert klingenden Managementtools einfach nur logische Überlegungen stecken.

  1. Was möchtest du in diesem Jahr erreichen?  – Ziel für das Jahr
  2. Was kann dich daran hindern oder was hilft dir dabei? Externe Faktoren
  3. Wo stehst du? Das sind die internen Faktoren
  4. Wie kannst du es erreichen?  Operative Strategie
  5. Was brauchst du dafür? Maßnahmen
  6. Woher weißt du, ob du dein Ziel erreicht hast? Kennzahlen (KPI)

1) Die Methode Jahresplanung – Ziel

Die Ziele sind etwas, was du in dem Jahr erreichen möchtest. Sie bringen dich deinem langfristigen Ziel ein Stück näher. 

Das Ziel für das Jahr könnte rein finanziell sein oder du möchtest dich besser in deiner Nische positionieren. 

Achtung! Leicht schleichen sich Maßnahmen unter die Ziele. Zum Beispiel könnte dir mehr Umsatz dabei helfen, um profitabel zu sein. Du brauchst den Umsatz, um deine Ausgaben zu decken. Das Ziel heißt damit „profitable sein“ und die Strategie ist Wachstum durch mehr Umsatz. Umsatz alleine ist kein Ziel, sondern ein Mittel, um es zu erreichen.

2) Die Methode Jahresplanung – Externe Faktoren

Das sind Entwicklungen, die dir entweder helfen dein Ziel zu erreichen oder es auch erschweren könnten. Dazu einige Ideen, was so im Großen und Ganzen passiert.

  • Wie entwickelt sich die wirtschaftliche Situation? Trifft dich die Inflation?
  • Gibt es neue gesetzliche Vorgaben, die du beachten musst?
  • Wie sieht es mit neuen Technologien aus? Spielen zum Beispiel grüne Technologien in deiner Branche eine Rolle oder ist KI mit ChatGPT ein Thema für dich? 
  • Welche Trends haben sich in deinem Bereich entwickelt. Wie reagieren die Mitbewerber:innen in deinem Umfeld darauf. 

Dieser Baustein deiner Planung ist eigentlich das Herzstück und der Grund, warum du unbedingt planen solltest. Die letzten drei Jahre, mit Lockdowns, um die Pandemie einzudämmen und dem Krieg in der Ukraine haben gezeigt, wie leicht ganze Branchen unter solchen Ereignissen leiden können. Umso mehr ist es wichtig, dich auf künftige Krisen vorzubereiten und einen Plan zu haben. Das kannst du zum Beispiel durch finanzielle Polster oder indem du neue Wege findest, um Kund:innen zu erreichen. 

Das Weltwirtschaftsforum in Davos geht in ihrem World Risk Report 2023 weiterhin von unsicheren Zeiten aus. Die Risiken, die voraussichtlich uns alle die nächsten zwei Jahre beschäftigen, sind:

  • Anstieg der Verbraucherpreise, die Inflation wird weiterhin eine drohende Gefahr sein.
  • Das Wirtschaftswachstum verlangsamt sich.
  • Wirtschaftspolitische Auseinandersetzungen können zunehmen, zum Beispiel kann das die Lieferwege aus Asien und China betreffen.
  • Die Folgen des Klimawandels werden immer mehr spürbar. Missernten durch Dürre oder Starkregen.
  • Die Gesellschaft driftet weiter auseinander. Die Gefahren von politischen Unruhen nehmen zu.

3) Die Methode Jahresplanung – Interne Faktoren

Hier geht es um die Fragen, wie du in deinem Business auf diese externen Entwicklungen reagieren kannst. In Gedanken gehst du systematisch alle Bereiche durch und notierst dir, die Stärken und Schwächen. In welchen Bereichen bist du gut aufgestellt, wo könnte es kritisch werden. 

Ein Beispiel: Deine Kunden fragen immer häufiger, ob du klimaneutrale Produkte hast. Du verwendest schon einen klimaneutralen Versand oder nutzt in deinem Business Ökostrom. Dein Ziel für das Jahr könnte dann lauten, dein Business klimaneutral aufzustellen.

  • Produkte
  • Einkauf und Herstellung
  • Vertriebswege
  • Marketingaktivitäten
  • Finanzen 
  • Team oder Mitarbeiter

Übrigens, jetzt hast du fast nebenbei eine SWOT-Analyse erstellt. Die Abkürzung steht für Strength, Weaknesses, Opportunities and Threats. Es sind die Stärken und Schwächen deines Unternehmens, auf die Chancen und Risiken der externen Entwicklungen zu antworten. 

4) Die Methode Jahresplanung – Operative Strategie

In diesem Schritt entscheidest du, wie du vorgehen möchtest, um dein Ziel für das Jahr zu erreichen. Dein Ziel ist ein Projekt für das Jahr und genauso gehst du auch vor. Du definierst die einzelnen Schritte und schreibst dazu, was, wer, wann zu tun hat.

5) Die Methode Jahresplanung – Maßnahmen

Dieser Schritt der Jahresplanung ist eng mit der operativen Strategie verzahnt. Die einzelnen Schritte sind die Maßnahmen.

6) Die Methode Jahresplanung – Kennzahlen (KPI)

Damit misst du den Erfolg der einzelnen Maßnahmen. So hast du gleich im Blick, wo du stehst. Welche harte Nuss gab es zu knacken und in welchen Bereichen ist alles glattgelaufen. Zusammengefasst liest du hier ab, ob du dein Ziel erreichen konntest und wo es Schwierigkeiten gab.

Mit anderen Wort du setzt dir SMARTe Ziele – den sie sollen spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein.

So sah zum Beispiel meine Jahresplanung für das letzte Jahr aus

  • Ziel – Meinen Blog, den Diwan ganz und gar nachhaltig ins Netz zu bringen. Wie ich das Projekt umweltfreundliche Website angegangen bin, liest du hier.
  • Externe Faktoren – Nachhaltigkeit ist Trumpf – zukunftsfähig sind die Unternehmen, die sich jetzt klimaschonend aufstellen. Auch ein Blogbusiness kann dazu beitragen, den Anstieg der Erderwärmung zu senken.
  • Interne Faktoren – Der Stromverbrauch rundum so minimal wie möglich zu halten. Der Hoster oder besser dessen Rechenzentrum sollte mit erneuerbarer Energie laufen.
  • Strategie – „Leap Frog“ oder Froschsprung. Ich habe bei anderen, nachhaltigen Blogs abgeschaut und nachgemacht. Im Internet gibt es eine Reihe von Tools, um seine Website auf Nachhaltigkeit zu überprüfen. Zum Beispiel der Ecograder oder Digitalbeacon
  • Maßnahmen – Die Seiten weiter optimieren und Umzug zu einem grünen Hoster
  • KPI – Die kannst du sogar selbst nachschauen. Bei jedem Blogartikel findest du am Schluss den CO2-Rechner von Websitecarbon für diese individuelle Seite. Maßgeblich ist der Stromverbrauch, der entsteht, wenn Leser:innen einen der Blogartikel aufrufen. Je schneller die Seite lädt, umso weniger Strom verbraucht der Prozess und es entstehen weniger CO2-Emissionen durch den Strom. Jeder Artikel soll unter 1 Gramm CO2 Emissionen sein. Der Hoster, den ich jetzt nutze, arbeitet zu 100 Prozent mit regenerativer Energie.
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Alles, wirklich alles über Gewinn berechnen. Wie die Buchhaltung ihn errechnet und vor allem, wie du als Selbstständige:r dein Unternehmen auf Erfolgskurs hältst. Der Jahresabschluss ist eines, aber mit der Rechengröße „Gewinn“ kannst du noch sehr viel mehr anfangen.

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Der Carbon Calculator zeigt dir die CO2-Emissionen im Gramm pro neuem Seitenaufruf an. Mit dem frei verfügbaren Tool Website Carbon Calculator kannst du übrigens jede beliebige Website auf ihre Klimafreundlichkeit überprüfen.

Zum Vergleich, eine durchschnittliche Website verbraucht 1,76 Gramm CO2-Emissionen pro Aufruf.

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Bilder: DIWAN.blog

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