Laptop und Smartphone, so wird’s auch hier nachhaltig

Laptop und Smartphone, so wird’s auch hier nachhaltig —> kurz gefasst

Laptop und Smartphone haben oftmals ein Problem, wenn es um Umweltschutz oder Arbeitsbedingungen geht. Das beginnt bei der Herstellung und setzt sich fort, teilweise bis zur Entsorgung.

  • Herstellung – Der Verbrauch an Rohstoffen, giftige Inhalte in den Geräten, Treibhausgasemissionen sowie mitunter menschenunwürdige Arbeitsbedingungen.
  • Entsorgung – Bislang wird noch zu wenig recycelt und zu viel Elektroschrott lagert auf Deponien. Mit unter gelangt der Elektroschrott auf illegalen Routen zu dubiosen Recyclingbetrieben im globalen Süden. Hier können die giftigen Stoffe die Umwelt und die Gesundheit gefährden.

Nachhaltiger wird es:

  • Die Geräte über mehrere Jahre nutzen.
  • Sie reparieren lassen, zum Beispiel Verschleißteile austauschen oder upgraden.
  • Gebrauchte Geräte kaufen.

Geht gar nix mehr- dann entsorge sie:

  • Zurückgeben – Händler nehmen kostenfrei die Geräte zurück.
  • Abgeben – Werkstoffhöfe haben in der Regel spezielle Sammelstellen für Elektroschrott. Hausmüll ist nicht der richtige Platz für ausgediente Elektrogeräte oder Batterien.

Laptop und Smartphone sind nicht von Haus aus nachhaltig

Genau betrachtet sind Laptop oder Smartphone das Gegenteil von nachhaltig. Kaum kaufst du ein neues Gerät, bringen sie eine ordentliche Öko-Last mit und wirken sich auch negativ auf den CO2-Fußabdruck aus. Besonders, wenn du ein IT-lastiges Online Business führst. Die Öko-Last lässt sich durch das Konzept des ökologischen Rucksacks berechnen. Die Methode kann die Umweltlasten für jedes Produkt ermitteln, wie Verbrauch an Rohstoffen oder die Menge an Treibhausgasen, die durch das Produkt entstehen.

Laptop und Smartphone nachhaltig
Laptop und Smartphone kommen auch mit einem schweren ökologischen Rucksack.

Noch genauer gesagt, lassen Laptop oder Smartphone kaum eine Umweltsünde aus.

  • Verbrauch am Rohstoffen, wie Metalle, Edelmetalle oder Seltene Erden.
  • Treibhausgase entstehen bei der Förderung, Transport und Herstellung.
  • Giftige Substanzen, wie Blei, Quecksilber oder Kunststoffe, wie PEK oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Diese Kunststoffe stehen unter anderem in Verdacht, Krebserkrankungen zu fördern und möglicherweise das ungeboren Leben zu schädigen.
  • Die katastrophalen Arbeitsbedingungen in den Betrieben steht immer wieder in der Kritik. Billiglöhne, lange Arbeitszeiten und Akkordstress. Fast ausschließlich kommen die Geräte aus asiatischen Zulieferbetrieben.

Die Organisation Global2000 zeigt, wie verschwenderisch so ein kleines Smartphone mit Rohstoffen umgeht.  Ein normales Smartphone besteht unter anderem zu 15 Prozent aus Kupfer und der Anteil von Gold macht nur etwa 0,024 Prozent aus. Dafür müssen jedoch Arbeiter:innen 10,7 Kilogramm Kupfererz und 900 Kilogramm Golderz abbauen.

Laptop und Smartphone Nachhaltig
Laptop und Smartphone verbrauchen Metalle und Edelmetalle.

Laptop und Smartphone, so wird’s nachhaltiger

Deine alte Kiste gebt nichts mehr her – neue Upgrades würden die Prozessorleistung sprengen. Mit anderen Worten, du brauchst ein neues Gerät.

Gibt es grüne Laptops oder Smartphone zu kaufen?

Greenpeace hat einige Tipps parat, worauf es ankommt.

  • Energie – die Geräte sollten wenig Strom verbrauchen, also eine hohe Energieeffizienz mitbringen. Betreibst du sie dann noch mit Ökostrom, ist das Gerät schon ein gutes Stück grüner.
  • Nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen – Die Geräte sollten sich reparieren lassen. Achte darauf, dass sich die üblichen Verschleißteile leicht austauschen lassen. Bei Laptop und Smartphone sind das zum Beispiel Akku, Netzteil oder die Graphikkarte. Übrigens, bei meinem Smartphone habe ich gerade den Akku austauschen lassen, jetzt kann ich mein fast fünf Jahre altes Gerät noch locker weiter nutzen.
  • Gefährliche Chemikalien im Inneren – die Menge an gesundheitsschädlichen Stoffen sollte die Hersteller möglichst gering halten.

Der Bericht von Greenpeace ist leider schon von 2017: Darin bewerten sie die Hersteller von Telekommunikationsgeräten danach, wie erst diese den Umweltschutz nehmen. Trotzdem, hier zur Inspiration und völlig werbefrei die Marken, die Greenpeace noch als grün bewertet: Fairphone, Apple, HP und Dell.

Ökolabel eher nur für Laptop und PC

Du kannst dich auch an den Ökolabeln orientieren. Das Umweltbundesamt nennt zum Beispiel:

Laptop oder Smartphone gebraucht kaufen

Eine andere Möglichkeit, die jetzt immer populärer wird, sind gebrauchte Geräte. Damit ermöglichst du die weitere Nutzung und schonst so die Umwelt und deinen Geldbeutel.

Laptops oder Smartphone so richtig nachhaltig

Nachhaltig, ist auf jeden Fall das Gerät, welches du gerade nutzt. Und deshalb bleibe möglichst lange dabei. Alle zwei Jahre einen neuen Laptop oder Smartphone?

Setzte doch ein nachhaltiges Statement, indem es nicht das neueste Modell ist!

Laptop und Smartphone Nachhaltig
Laptop und Smartphone lange benutzen, dann wird es nachhaltig

Das Umweltbundesamt empfiehlt übrigens immer, zu prüfen, ob eine Reparatur oder Upgrade dein Stück noch vor der Entsorgung retten kann.

Laptop und Smartphone nachhaltig entsorgen

Ok, wenn also wirklich nichts mehr geht, dann lass den Laptop oder Smartphone fachmännisch entsorgen.

Zurückgeben

Händler und auch Onlinehändler sind in den meisten Fällen zur Rücknahme verpflichtet. Du kannst kostenfrei die alten Geräte, bei den Händlern zurückgeben.

Das steht so im Elektrogesetz (ElektroG). Es regelt, dass Händler, die alten Geräte in den meisten Fällen zurücknehmen müssen. Das gilt für alle Geschäfte, die Elektrogeräte verkaufen und über eine Ladenfläche von 400 Quadratmetern verfügen.

Die Regelung ist unabhängig davon, ob sie das Gerät verkauft haben. Dir als Kund:innen darf kein Kaufzwang entstehen oder sonstige Kosten.

Seit 2022 gab es einige grüne Neuerungen bei den Gesetzen. Auch für das ElektroG, es schließt jetzt auch viele der Onlinehändler mit ein. Sie müssen eine kundennahe Sammelstelle angeben, für Computer und kleine Geräte oder große Elektrogeräte abholen.

Wertstoffhof

Die andere Alternative ist immer der Wertstoffhof. Die meisten haben eine gesonderte Sammelstelle für Elektrogeräte.

Die Entsorgung von Laptop und Smartphone ist wichtig

Die Geräte, die entweder über das Händlernetz oder die Wertstoffhöfe zusammenkommen, können dann entweder ordnungsgemäß gelagert oder recycelt werden.

Genau hier sieht die EU noch Verbesserungsbedarf. Ihre Statistik von 2017 zeigt, dass EU-weit das Recycling der alten Elektrogeräte weniger als 40 Prozent beträgt. Um wirklich die Metalle und Edelmetalle wiederzuverwenden, will die EU hier mehr tun.

Eine Studie auf der Research-Plattform MDPI hat die Probleme, die bei der illegalen Entsorgung von Elektrogeräten entstehen können, sehr plakativ beschrieben.

Sie vergleichen es mit „the Good, the Bad and the Ugly. Das ist eigentlich der internationale Titel eines Italowestern von Regisseur Sergio Leone. In Deutschland lief der Streifen unter dem Titel „Zwei glorreiche Halunken“. Doch ich finde, es trifft die Problematik haargenau.

The Good – das Gute daran, es entstehen Arbeitsplätze. Meist wieder im globalen Süden. Die, in den Industrieländern verbrauchten Elektrogeräte finden dann, größtenteils illegal exportiert, ihren Weg zu den Betrieben nach Afrika, Asien oder Süd- und Mittelamerika. Dort schlachten die Arbeiter:innen die Geräte aus und recyceln die Edelmetalle und Metalle wie Gold oder Kupfer.

The Bad – das Schlechte ist, die Umwelt nimmt Schaden. Das Recycling soll eigentlich die Rohstoffe der Erde schonen. Stattdessen gelangen die giftigen Inhalte in die Umwelt. Sie treten als giftige Dämpfe aus, sickern in den Boden und damit können sie ins Trinkwasser gelangen.

The Ugly – das Hässliche daran ist, dass Menschen ihre Gesundheit dabei ruinieren. Die Arbeiter:innen sowie die Menschen, die in der Umgebung leben. Die WHO warnt, dass weltweit 12,9 Millionen Frauen in dem grauen Markt der Recyclingbetriebe arbeiten. Sie gefährden damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Kinder. Die Schäden können schon vor der Geburt entstehen. Die WHO berichtet weiter, dass in diesem grauen Sektor auch häufig Kinder arbeiten. 

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Bilder: DIWAN.blog

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