Grüner Hoster: die Checkliste für die nachhaltige Auswahl

Grüner Hoster

 

Ein grüner Hoster vervollständigt dein nachhaltiges Business

Ein Grüner Hoster nutzt  100 Prozent klimaschonende, regenerative Energie, um deine Website ins Internet zu bringen.

Grüner Hoster  —> kurz gefasst

Ein Business ohne Website? Eigentlich keine Frage mehr, die digitale Visitenkarte ist längst ein Muss. Problematisch ist nur, dass der Strom für das Internet noch zu großen Teilen aus fossilen Energiequellen stammt – und damit nicht zu deiner nachhaltigen Business-Strategie passt.

Ein grüner Hoster betreibt deine Website mit erneuerbaren Energien. Deine Website ist somit klimaneutral im Netz. 

Meine Checkliste hilft dir den idealen grünen Webhoster für dich zu finden.  Denn Technik ist eines, aber hier machen die grünen Soft-Skills den Unterschied. 

        1. 100 % Ökostrom
        2. Wo erfolgt die Datenspeicherung
        3. Datenschutz
        4. Ist der grüne Hoster auch selbst nachhaltig aufgestellt.

Der grüne Hoster für deine Website

Um dein (Online-) Business wirklich zukunftsfähig aufzuziehen, ist es eigentlich selbstverständlich, sich auch nachhaltig im Internet zu bewegen. Dazu gehört ein grüner Hoster. Nachhaltige Produkte sind nur der Anfang. Zum rundum stimmigen Businessauftritt gehört auch, dass es im Backoffice nachhaltig zugeht.  Damit beweist du deinen Kund:innen, dass Klimaschutz und faire Arbeitsabläufe in deinem Team oder mit den Geschäftspartner:innen bei dir keine leeren Floskeln sind. Für den nachhaltigen Online-Auftritt sind diese Stellschrauben  wichtig:

Ein grüner Hoster gehört zukünftig dazu

Nachhaltige oder grüne Webhoster helfen dabei, das Internet wieder ein Stück grüner zu machen. Damit leisten sie einen Beitrag, die CO2-Emissionen des Internets zu begrenzen.

Zurzeit liefern noch immer größtenteils Kohlekraftwerke den Strom. Laut BP Energy Report waren es 2021 weltweit noch 36 Prozent Kohlestrom. Aus der Verbrennung der fossilen Brennstoffe, wie Kohle, entstehen die klimaschädlichen Treibhausgase. Damit ist auch das Internet mit seinen Rechenzentren weltweit ein enormer Produzent von Treibhausgas-Emissionen. Laut CO2-OnlineCO2-Online entstehen durch  die Nutzung von digitalen Geräten zwischen 700 und 1000 Kilogramm CO2-Emissionen pro Einwohner in Deutschland. Das sind rund sieben bis neun Prozent des gesamten CO2-Fußabdrucks, für die jede Person verantwortlich ist.

Viele Grüne Hoster bringen deine Website klimaneutral ins Netz. Mit deiner Entscheidung einen grünen Hoster zu verwenden, tust du aktiv etwas gegen die Erderwärmung und damit gegen den Klimawandel. Damit zeigst du deinen Kund:innen, dass es dir ernst ist mit der Nachhaltigkeit. Du hast deine Geschäftsprozesse genau abgeklopft und bist konsequent dabei, das Business auf die neuen Herausforderungen durch den Klimawandel anzupassen.

Woran du Greenwashing entlarvest
Woran du Greenwashing entlarvest

Mein Umzug zu einem grünen Hoster

Der grüne Hoster, genau, dies war zu Beginn meines Blogbusiness noch die Schwachstelle – Bis, ja bis Dezember 2022. Als Blogger-Neuling hatte ich den Diwan.blog bei WordPress.com registriert und automatisch war WordPress auch mein Hoster. Für die Bereitstellung der Websites nutzt WordPress Rechenzentren überall auf der Welt. In welchem jetzt gerade mein Blog läuft, ist nicht sofort ersichtlich.  Als Blogbetreiberin habe ich  keinen Einfluss darauf, wie nachhaltig Automattic, der Mutterkonzern von WordPress arbeitet. Der Hoster und auch die Content-Software kommen von Business-Partnern, deren Nachhaltigkeitsstrategie, du als einer von vielen Nutzer:innen, kaum beeinflussen kannst. Diese Situation war eigentlich für mich völlig inakzeptabel, einen Blog über Nachhaltigkeit schreiben und dann keinen Ökostrom nutzen. Aber guess what, ich hatte einfach ein mulmiges Gefühl, meinen mühsam aufgesetzten Blog umzuziehen. Und tatsächlich, es war nicht so einfach, wie ich mir versuchte einzureden. Aber der großartige Support von meinem neuen Webhoster war phänomenal. Pünktlich zu Silvester 2022 war dann der Diwan.blog wieder online und zwar mit 100 Prozent grünem Strom.

Bei einem grünen Hoster entscheiden die Softskills

Aber zurück zum Anfang. Wie suchst du dir einen neuen und grünen Webhoster aus? Glücklicherweise gibt es ja inzwischen eine große Auswahl an Anbietern.

Die Technik beim grünen Hoster

Die Technik, wie Infrastruktur, Verfügbarkeit oder Speicherkapazitäten müssen natürlich auch passen. Wenn du dir dabei unsicher bist, schau nach, welche Features dein aktueller Hoster bietet und suche dann entsprechend aus den Angeboten der grünen Hoster aus.

Die Checkliste für die nachhaltigen Soft-Skills

Hier findest du meine Checkliste zur Auswahl des Grünen Hosters. Dabei spielten für mich die „Soft-Skills“ die entscheidende Rolle bei der Auswahl meines neuen Hosters.

  1. 100 % Ökostrom
  2. Wo erfolgt die Datenspeicherung
  3. Datenschutz
  4. Ist der grüne Hoster auch selbst nachhaltig aufgestellt

1) Ökostrom

Nicht überall wo Ökostrom draufsteht, ist auch wirklich nur reiner Ökostrom aus erneuerbaren Energien drin. Erneuerbare Energiequellen sind:

  • Solar-, Wind- oder Wasserkraft sowie Biomasse.
  • Zweifelhaft ist unter anderem Atomstrom, Erdgas oder grün gewaschener Strom durch den Emissionshandel.

Wo findest du Informationen über den Strom?

  • Informationen vom Webhoster selbst.
  • Zertifikate über die Herkunft des Stroms. Die findest du meist in den Informationen auf der Unternehmenswebsite.
  • Stromlabel, wie  „OK Power“ oder „Grüner Strom“ Empfohlen vom Umweltbundesamt.
  • Ökostromreport 2023 von der Organisation Robin Wood.  Die Umweltorganisation empfiehlt darin Ökostromanbieter.

Der erneuerbare Strom sollte nicht nur das Rechenzentrum versorgen, sondern auch für die Kühlung der Server sorgen, wenn notwendig.

2) An welchem Ort steht die Rechenzentren

Am besten gleich um die Ecke, wo deine Blog-Leser:innen sind. Es ist nicht egal, wo ein Webhoster die Daten für deine Website speichert. Kurze Wege bei der Datenübertragung helfen nochmals Strom zu sparen. Außerdem ist es ein Service für die Kund:innen. Sie brauchen nicht zuzuschauen, wie sich die Website langsam aufbaut. Solche Wartezeiten sind nervig und nicht nachhaltig.

Darum sind „Frequent-Traveller Daten“ keine gute Idee? Durch die räumliche Entfernung verbraucht der Ladevorgang im Internet mehr Strom und dadurch sind wahrscheinlich CO2-Emissionen entstanden. Stell dir vor, dein:e Nachbar:in liest deinen neuen Blogpost. Damit sich drüben auf dem Computer die Website aufbaut, müssen die Daten erst einmal um die halbe Erde reisen, weil dein Webhoster ein Rechenzentrum in den USA nutzt. Meine Leser:innen sind hauptsächlich im deutschsprachigen Raum. Somit sollte der Webhoster auch hier idealerweise sein Rechenzentrum betrieben.

3) Datenschutz

Die EU-Anforderungen sind dein Muss. Ein weiterer Grund, warum das Rechenzentrum mindestens in der EU sein sollte. Am besten direkt unter der Kontrolle des Webhosters. Das ist dann der Bonus – Die Datenschutzrichtlinien der EU sind keine große Sache mehr. Die Datenspeicherung in Rechenzentrum des Webhosters erfolgt nach den Regelungen der EU.

4) Grüner Hoster ist auch selbst ein nachhaltiges Unternehmen

Wie erst nimmt das Unternehmen die Nachhaltigkeit für sich selbst. Hat der Hoster eine Nachhaltigkeitsstrategie und wie transparent informiert das Unternehmen über die ergriffenen Maßnahmen zu:

  • Klima- und Umweltschutz
  • Arbeitsbedingungen

Wo findest du dazu Informationen? In einem Nachhaltigkeitsbericht oder CSR-Bericht. Größere Unternehmen, ab 500 Mitarbeiter:innen haben einen solchen Bericht zu veröffentlichen. Bei bestimmten Geschäftsformen gehört eine solche transparente Information mit dazu.

  • gGmbH, gemeinnützige GmbH
  • Purpose-Unternehmen oder Unternehmen, die sich selbst gehören, Verantwortungseigentum.
  • B-Corp, ein ursprünglich US-amerikanischen Zertifizierungsprogramm für nachhaltige Unternehmen. Die Zertifizierung ist weltweit möglich und auch in der EU findest du immer häufiger B-Corps.
  • Unternehmen, die sich nach der Gemeinwohlökonomie ausrichten. Ein Verbund von Unternehmen oder auch Kommunen, die sich nach der Philosophie der Gemeinwohlökonomie aufgestellt haben.

Der neue grüne Hoster für den Diwan.blog

Nach etwas Suchen, habe ich meinen idealen grünen Hoster gefunden, GreenWebspace.

  • 100 Prozent Energie aus Wasserkraft für die Rechenzentren. Für das Büro von GreenWebspace nutzen sie Ökostrom. Damit können sie klimaneutrale Produkte anbieten, wie Webhosting, Cloud-Services oder Online-Konferenzen.
  • Der Hoster und das Rechenzentrum stehen in Österreich.
  • GreenWebspace richtet sich nach der Gemeinwohlökonomie aus und unterstützt die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN.

Du findest auch, dass dies ein rundum grüner Hoster ist und du willst nicht mehr lange herumsuchen? Dann klicke hier auf das Logo von GreenWebspace. Auf ihrer Website kannst du dich selber überzeugen.

**Das ist ein Affiliate-Link, wenn du hierüber bei GreenWebspace einen Vertrag abschließt, erhalte ich eine Provision. Für dich entstehende dadurch keine Mehrkosten, aber mich würde es freuen.    

 

 

Interessiert es dich, wie viel Treibhausgase jetzt entstanden sind? Nur dadurch, dass du diesen Artikel auf deinen Bildschirm geladen hast?

 

Der Carbon Calculator zeigt dir die CO2-Emissionen im Gramm pro neuem Seitenaufruf an. Mit dem frei verfügbaren Tool Website Carbon Calculator kannst du übrigens jede beliebige Website auf ihre Klimafreundlichkeit überprüfen.

Bilder: DIWAN.blog

Unternehmensziel Gewinn und dann?

Unternehmensziel Gewinn

Unternehmensziel Gewinn und dann? —> kurz gefasst

Jedes Unternehmen soll Gewinn erzielen. Trotzdem reicht das, als Unternehmensziel nicht aus. Was fehlt, ist: Was möchtest du für dein Unternehmen eigentlich erreichen? Denn genau dies sind deine Ziele. Der Gewinn aus dem Unternehmen ermöglicht es dir, diese Visionen zu verwirklichen.

Ideen für nachhaltige Ziele? Übrigens ist finanzielle Stabilität auch ein nachhaltiges Ziel. Diese Stabilität ermöglicht es dir, bei Umwelt- oder Klimaschutz sowie faire Arbeitsbedingungen Flagge zu zeigen. Damit stellst du dein Business zukunftsfähig auf.

Hast du auch das Unternehmensziel Gewinn?

Lass mich raten, irgendwo steht auch bei deinen Unternehmenszielen, Gewinn. Vielleicht hast du es sogar präziser gefasst und nimmst dir vor: Gewinn optimieren oder maximieren. 

Warum ich mir da so sicher bin? Ein Unternehmen ohne Gewinn ist nicht überlebensfähig. Das sagt übrigens auch das Finanzamt. Unternehmungen ohne Gewinnaussichten fallen dann schnell in die Kategorie „Liebhaberei“. Das kann dann für Ärger bei der Umsatzsteuer sorgen. Sprich im Zweifel mal deine:n Steuerberater:in dazu an.

Aber zurück zu deinem Unternehmensziel Gewinn. Was machst du mit dem Gewinn? Ins Unternehmen stecken – Die Gelder ermöglichen es dir, deine eigentlichen Ziele für dein Business anzupacken. Eben, Gewinn machen, ist kein eigentliches Ziel. Vielmehr ist es ein (Geld-) Mittel, um dein Business voranzubringen.

Unternehmensziel Gewinn? Frage lieber, was du erreichen möchtest?

Hier mal eine Liste zur Inspiration. Die habe ich mir übrigens nicht ausgedacht, sondern sind die Top-Ziele von deutschen Mittelständlern. Die hat die Beratungsgesellschaft Deloitte in einer Umfrage zusammengetragen.

  • In das Unternehmen investieren.
  • Das Business weiter ausbauen, zum Beispiel ein Team aufbauen, die Angebote erweitern oder Kapazitäten zur Herstellung der Waren aufstocken.
  • Die Mitarbeiter oder das Team schulen.
  • Kredite tilgen.
  • Umweltschutz und Nachhaltigkeit ins Unternehmen bringen.
  • Eine Ökobilanz oder ein Nachhaltigkeitsreporting für das Unternehmen aufstellen.

Diese Unternehmensziele tragen alle zur Nachhaltigkeit im Unternehmen bei. Die ersten vier sichern das Business finanziell ab. Es sind die klassischen Unternehmensziele, wie sie seit Jahrzehnten die Betriebswirtschaften lehren. Nachhaltig sind sie, weil sie die finanzielle Grundlage für dein Business sichern. Die finanzielle Unabhängigkeit ist ein Pfeiler, auf dem ein nachhaltig agierendes Unternehmen aufbaut. Es ist im Gründe der Kern deines Unternehmens.

Dich interessiert, wie Nachhaltigkeit ins Unternehmen kommt? Oder klicke hier für weitere Tipps, wie du Nachhaltigkeit im Unternehmen umsetzt.

Nachhaltige Unternehmensziele – dafür brauchst du den Gewinn

Die beiden anderen Pfeiler sind Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit. Sie bilden die Klammer, die dein Unternehmen mit der Außenwelt verbinden. Dafür stehen die beiden Zielvorschläge am Schluss meiner Liste. Sie nützen nicht nur dir und deinem Unternehmen, sondern bringen einen echten Mehrwert. Sie sind Win-Win – für dich und den Planeten. In einer rundum nachhaltigen Gesellschaft reicht es nicht mehr aus, sich wie eh und je nur um finanzielle Ziele zu kümmern. Als Unternehmer:in wirst du auch Verantwortung gegenüber deinen Mitmenschen und dem Planeten, auf dem wir nun mal alle wohnen zeigen (müssen).

Vielleicht haben dir auch schon mal Kund:innen Fragen gestellt. Was du für den Klimaschutz tust, Abfall vermeidest oder ob die Waren fair gehandelt und Bio sind. Diese und viele andere Dinge verankerst du in deiner Business-Strategie. Daraus leitest du dann deine Ziele ab. Die solltest du wirklich immer im Blick haben, hefte sie dir am besten gut sichtbar auf eine Pinnwand oder Whiteboard. Das ist dann so etwas wie ein offline Dashboard für deine Kennzahlen. Die gute alte Pinnwand kommt dann wieder zum Einsatz.

Du bist Coach, Blogger oder bietest sonstige Dienstleistungen an. Auch hier kannst du mit einer klimaschonende / stromsparenden Website deine Kompetenz in Sachen Klimaschutz beweisen. Meine besten Tipps, wie du das Projekt grüne Website anpackst, findest du im Diwan.

Danke, dass du den Artikel gelesen hast. Interessiert es dich, wie viel Treibhausgase dadurch entstanden sind?

Hier, der Carbon Calculator zeigt dir die CO2-Emissionen im Gramm pro neuem Seitenaufruf an. Der Stromverbrauch, während die Seite aus dem Internet lädt, ist für die Treibhausgase verantwortlich.

Bilder: DIWAN.blog

Wie kommt Nachhaltigkeit ins Business

Wie kommt Nachhaltigkeit ins Business

Wie kommt Nachhaltigkeit ins Business —> kurz gefasst

Du wolltest schon lange mal etwas für den Klimaschutz tun. Nur wie anfangen? Mit dieser Checkliste trimmst du dich und dein Business auf Nachhaltigkeit. Damit stellst du die Weichen, dass du fit für eine nachhaltige (Geschäfts-) Welt bist. Also wie geht es?

Das Geheimnis lautet: Nachhaltigkeit ist ein Prozess, der Schritt für Schritt abläuft.

Du beginnst mit ganz kleinen Änderungen. Dabei entdeckst du, was noch alles in deinen Möglichkeiten liegt, um noch mehr für die Umwelt oder die Gesellschaft zu tun. Mit deinem Unternehmen kannst du viel bewirken und vielleicht andere inspirieren.

Und, wer weiß, vielleicht gewinnst du dadurch neue Kund:innen!

Erst etwas Theorie – Dann geht es los mit Nachhaltigkeit im Business

Zuerst ein kurzer Ausflug in die Theorie, damit wir alle über das Gleiche reden. Denn Nachhaltigkeit ist ein großer und sehr, sehr dehnbarer Begriff. 

Übrigens, wie das anfing mit der Nachhaltigkeit und was das mit dem deutschen Wald zu tun hat, erfährst du im Diwan.

In der Theorie gibt es ein Drei Säulen Modell der Nachhaltigkeit. Jede Säule steht für ein Ziel, die alle gemeinsam und vor allem auch gleichberechtigt die Nachhaltigkeit stützen. 

Umwelt- und Klimaschutz.

Ethisches Verhalten. Der Umgang mit den Menschen ist fair und respektvoll 

Finanzen sichern die Zukunft des Unternehmens.

In einem nachhaltigen Unternehmen sind alle drei Ziele in der Strategie verankert. Dabei ist es wichtig, dass jede den gleichen Stellenwert erhält. Also, Gewinn erzielen geht nicht vor Umweltschutz oder Fairness gegenüber Geschäftspartner:innen oder Mitarbeiter:innen.

Wie kommt jetzt Nachhaltigkeit in dein Business  

Wie baust du dein Business nachhaltig auf? Alles umkrempeln, durcheinander würfeln und neu starten? Damit dann alles hundertprozentig ökologisch, grün und sozial kompetent ist? 

Lässt sich machen. Aber wie bezahlst du in der Zwischenzeit deine Rechnungen? Denn dein Business stoppen und alles neu starten kann langwierig und damit teuer sein.

Wenn ich das so schreibe, kannst du sicher sein, dass ich dir einen anderen Weg empfehle. So könnte es ablaufen…

Deine Checkliste für Nachhaltigkeit im Business

  • Der Wunsch – Du möchtest etwas für die Umwelt tun
  • Die Idee – Ein nachhaltiges Produkt soll her
  • Dann soll auch die Herstellung schon umweltfreundlich und sozial sein
  • Dein Büro, dein Geschäft – da geht auch noch was, zum Beispiel Recyclingmaterialien, Ökostrom, energiesparende Elektrogeräte oder Heizung
  • It‘s Magic – Plötzlich siehst du so viele Möglichkeiten für Umweltschutz oder dich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen. 
  • Deine Kund:innen und Geschäftspartner:innen lieben es 
  • Dein Unternehmen steht besser da als vorher

Nachhaltigkeit kommt nicht per Knopfdruck in dein Unternehmen, sondern es ist ein Prozess. Du beginnst, vielleicht gerade jetzt, weil du meinen Artikel liest. Der Wunsch, dein Business nachhaltig und damit zukunftsfähig zu machen, ist da. 

Jetzt beginne mit leicht umzusetzenden Änderungen. Starte zum Beispiel mit Produkten von nachhaltigen Marken.  Weitere Tipps? Dann schau mal hier im Diwan rein.

Du bist im Online Business? Dann findest du hier ein paar Anregungen, wie zum Beispiel Pakete klimaneutral versenden.

Du bietest Dienstleistungen oder Coaching an, dann bring deine Website in den grünen Bereich. Je weniger Strom sie verbraucht, umso besser für die Umwelt. Noch immer kommt ein großer Anteil des Stroms aus Kohlekraftwerken. Damit entstehen bei der Herstellung von Strom die klimaschädlichen CO2-Emissionen. Übrigens, unter jedem meiner Artikel und Websites findest du einen CO2-Rechner von Websitecarbon. Er sagt dir wie viel Treibhausgase entstehenden sind, nur dadurch, dass du die Seite aufgerufen hast. War dir das bewusst? Für mich war es der Augenöffner, um meine Websites so klimaschonend wie möglich zu gestalten. 

Hier findest du meine Erfahrungen, wie du das Projekt „Nachhaltige Website“ selber anpacken kannst – als absoluter Nicht-Webdesigner oder Programmierer. Also kannst du es auch.

Tipps vom Diwan

Laptop und Smartphone nachhaltig
Laptop und Smartphone nachhaltig

Laptop und Smartphone, so wird‘s auch hier nachhaltig

Der Laptop und Smartphone sind meist wenig nachhaltig. Herstellung und Entsorgung sind problematisch. Hier gibt es Tipps, wie es anderes geht.

Danke, dass du den Artikel gelesen hast. Interessiert es dich, wie viel Treibhausgase dadurch entstanden sind?

Hier, der Carbon Calculator zeigt dir die CO2-Emissionen im Gramm pro neuem Seitenaufruf an. Durch den Stromverbrauch, während die Seite aus dem Internet lädt erzeugt die Treibhausgase.

Zum Vergleich, eine durchschnittliche Website verbraucht 1,76 Gramm CO2-Emissionen pro Aufruf.

Du möchtest auch Fairness und Umweltschutz zu deinem Motto machen? Dann begleite mich auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen.

Melde dich gleich hier bei meinen Newsletter an. Ich zeige dir, wie du dein Unternehmen rundum nachhaltig aufstellst. Du erhältst jeden Monat Controlling-Tipps direkt in dein E-Mail-Postfach.

Du kannst dich jederzeit einfach abmelden. Mehr dazu, kannst auf dem Datenschutz beim Diwan Impressum nachlesen.

Bilder: DIWAN.blog

3 Thesen, warum Nachhaltigkeit schwer ist

Nachhaltigkeit zu schwer

Warum ist Nachhaltigkeit schwer im Business —> kurz gefasst

Eine gute Frage, oder? Eigentlich sollte Nachhaltigkeit ein Selbstläufer sein, um schlimmere Folgen des Klimawandels noch abzuwenden. Oftmals bleibt es bei einem Lippenbekenntnis, das dann bei Unternehmen unter der Kategorie Greenwashing läuft.

3 Thesen, warum es so schwer ist, nachhaltig zu sein:

  • Nachhaltigkeit bedeutet, dass vieles anders läuft, als bisher. Das kann Angst machen. Benötigt wird ein Mindset, dass Veränderungen annimmt.
  • Zweifel an der Rentabilität. Umweltschutz kostet Geld und ähnliche Mythen dienen als Begründung. Diese Zweifel, können die Zukunft deines Unternehmens ruinieren, denn die Zukunft ist nachhaltig – Sonst wird es durch die Erderwärmung ungemütlich auf der Erde. Deine Kund:innen haben dann vielleicht ganz andere Bedürfnisse.
  • Das Wort Nachhaltigkeit ist einfach nicht marketingfähig – Eine nicht ganz erst gemeinte Betrachtung des Wortes.

Nachhaltigkeit ist schwer und trotzdem notwendig

Warum ist Nachhaltigkeit schwer? Diese Frage beschäftigt mich seit einigen Wochen. Eigentlich ist diese Frage die Antwort auf die eigentliche Frage, mit der ich mich herumschlage:

Wie bringe ich das Thema Nachhaltigkeit so rüber, dass es Wirkung zeigt? Denn, mal ehrlich, es lockt wirklich keinen hinter dem Ofen vor. Das verrät übrigens auch ein Blick auf die Statistik für Suchanfragen, Nachhaltigkeit und Co sind dort ziemlich weit hinten platziert. Also, wie soll ich es jetzt sagen, außer:

„Hey, Houston wir haben ein Problem.“ Egal wie schwer es scheint, Taten sind jetzt gefragt.

Nachhaltigkeit kann Probleme lösen, aber wir tun uns so unendlich schwer

Laut Experten:innen vom IPCC müssen wir es schaffen, bis 2030 die CO2-Emissionen nahezu zu halbieren. Dann, aber auch wirklich nur dann könnte die Menschheit noch die Kurve kriegen und die Erderwärmung verlangsamen. Ob wir dann noch bei dem, als verträglich geltenden Wert von 1,5 Grad Celsius landen werden, ist inzwischen fraglich. Erwärmt sich die Erde stärker, als die 1,5 Grad, dann wird es zunehmend unerträglicher auf unserem Planeten. Klimaschutz durch Nachhaltigkeit ist damit doch eigentlich im Interessen von uns allen? Aber irgendwie fängt niemand so richtig damit an.

1. These – Nachhaltigkeit ist so schwer, weil es Änderung bedeutet

Ein Grund, warum wir so schwer in die Gänge kommen, liegt vielleicht darin, dass wir unseren Lebensstil grundlegend neu ausrichten müssen. Lebensstil bedeutet, dass wir nicht nur in den eigen vier Wänden zum Beispiel plastikfrei leben oder Ökostrom beziehen. Sondern Klimaschutz geht rund um die Uhr und macht auch während der Arbeitszeit keine Pause. Vor allem die Art und Weise, wie wir Wirtschaft betreiben, muss sich grundlegend ändern. Das verlangt Fähigkeiten, die bislang nur am Rande zu den unternehmerischen Fähigkeiten zählten.

  • Keine Angst vor Änderungen – Du musst, vermeintlich gute Gewohnheiten an den Nagel hängen. Das erfordert Mut und Aufgeschlossenheit sowie Kreativität. Das Neue als Chance zu begreifen und nicht als Bedrohung. Dafür muss das Mindset stimmen.
  • Empathie – Nachhaltig handeln bedeutet: Sich bewusst zu machen, welche Konsequenzen die eigenen Handlungen auf Andere in der Zukunft haben werden. Hier ist Empathie gefragt, um sich in die Lage von zukünftigen Generationen hineinzuversetzen.

2. These – Nachhaltigkeit ist so schwer, weil es nicht rentabel erscheint

So, jetzt bist du dran, warum fällt dir Nachhaltigkeit in deinem Geschäft, Boutique, Agentur, Online Business oder als Blogger:in und Coach so schwer? Weil du meist Umweltschutz kommt dich zu teuer. Du kannst es dir nicht leisten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Was wäre, wenn genau, dass der Trugschluss ist und du NUR durch nachhaltiges wirtschaften noch eine (wirtschaftliche) Zukunft hast? Wenn deine Kund:innen nachhaltige Produkte möchten, von Unternehmen, die sich ihrer Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft bewusst sind?

Die Konsument:innen wollen nachhaltige Produkte kaufen

Die Beratungsgesellschaft McKinsey wollte es auch wissen und hat eine Befragung durchgeführt. An der Studie, Ende 2020 nahmen Konsument:innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. 

  • 3/4 aller Konsument:innen achten auf Nachhaltigkeit beim Einkauf? Unter den 3/4 sind wahrscheinlich auch ein paar deiner Kund:innen? Biete deiner Zielgruppe, was sie sucht. Damit machst du sie zu treuen Stammkund:innen. Denn…
  • 1/4 aller Konsument:innen sind bereit, die Marke zu wechseln, wenn diese keine nachhaltigen Produkte zu bieten haben. Übrigens gilt das nicht nur für Kund:innen…
  • Für 12 % ist Nachhaltigkeit ein Kriterium bei der Arbeitsplatzwahl. 

Ohne eine zukunftsfähige (aka nachhaltige) Geschäftsstrategie riskierst du:

  • Deine Positionierung in den neuen Märkten.
  • Du triffst nicht mehr den Nerv der Zeit.
  • Die Produkte sind nicht mehr auf die Bedürfnisse der Zielgruppe ausgerichtet.
  • Du verlierst Stammkunden.
  • Und am Ende auch Geld.

Ohne nachhaltige Ausrichtung deines Unternehmens rechnet sich das bald gar nicht mehr. Also, ab jetzt ist Nachhaltigkeit ein MUST und kein „Nice to have“ mehr.

Nachhaltigkeit und geschäftlicher Erfolg passen zusammen

Mit Nachhaltigkeit Flagge zeigen rechnet sich schon jetzt. Zum Beispiel durch höhere Gewinne. Das stellte die Landesbank Baden-Württemberg LBBW fest. Sie analysierte die Geschäftsergebnisse von nachhaltig agierenden Unternehmen in der Getränke und Lebensmittelbranche. Im Durchschnitt lag die Gewinnmarge um 6 % höher als bei Unternehmen, bei denen Nachhaltigkeit weniger im Fokus stand. Der Wert bezieht sich auf den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT).

Warum ist das so? Nachhaltige Produkte ziehen Kund:innen an  – siehe oben, die Studie von McKinsey. Dafür sind 1/4 der Befragten auch bereit, mehr Geld auszugeben.

3. These – Trotzdem ist Nachhaltigkeit so schwer

Vielleicht liegt es ja am Wort? Nachhaltigkeit klingt irgendwie verstaubt und marketingmäßig überhaupt nicht sexy. In vielen Fällen, wenn die deutsche Sprache mal wieder bürokratisch klingende Wortungetümer produziert, hilft ja der englische Ausdruck. Aber hier? Fehlanzeige -„sustainability“ ist noch komplizierter und will einfach nicht von der Zunge.  „Hey, bist du schon sustainable“ – Da kommt doch irgendwie nichts rüber. 

Wenn das der Grund ist, plädiere ich dafür, das Wort einfach zu streichen. Stattdessen einfach „Lifestyle der Zukunft“ zu sagen. Denn das ist es, was Nachhaltigkeit in Zukunft sein wird. Das neue Normal. 

Danke, dass du den Artikel gelesen hast. Interessiert es dich, wie viel Treibhausgase dadurch entstanden sind?

Hier, der Carbon Calculator zeigt dir die CO2-Emissionen im Gramm pro neuem Seitenaufruf an. Durch den Stromverbrauch, während die Seite aus dem Internet lädt erzeugt es die Treibhausgase.

Zum Vergleich, eine durchschnittliche Website verbraucht 1,76 Gramm CO2-Emissionen pro Aufruf.

Du möchtest auch Fairness und Umweltschutz zu deinem Motto machen? Dann begleite mich auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen.

Melde dich gleich hier bei meinen Newsletter an. Ich zeige dir, wie du dein Unternehmen rundum nachhaltig aufstellst. Du erhältst jeden Monat Controlling-Tipps direkt in dein E-Mail-Postfach.

Du kannst dich jederzeit einfach abmelden. Mehr dazu, kannst auf dem Datenschutz beim Diwan Impressum nachlesen.

Bilder: DIWAN.blog

Das Internet nachhaltig, was muss sich dafür ändern?

Internet nachhaltig

Das Internet nachhaltig, was muss sich dafür ändern? —> kurz gefasst

Das Problem:

Damit das Internet nachhaltig funktioniert, müssen Lösungen für den unnachhaltigen Stromverbrauch her. Der Stromverbrauch im Jahr entspricht ungefähr dem von Deutschland und Kanada zusammen. Der Strom treibt die Server in den Rechenzentren an und betreibt die Kühlung. Sie speichern die riesigen Datenmengen irgendwo in der vernetzten Welt.

Mögliche Lösungen:

  • Erneuerbare Energien alleine reichen nicht aus.
  • Grüne Rechenzentren streben nach klimaneutraler Datenverarbeitung. Sie nutzen Wasser oder kalte Außentemperaturen zur Kühlung.
  • Technologische Entwicklungen, um die Energieeffizienz in den Rechenzentren weiter zu verbessern.
  • Das Datenvolumen der Nutzer:innen steigt. Durch mehr Nutzer:innen und mehr Serviceangebote online. Sparpotenziale gibt es zum Beispiel bei Spam-E-Mails oder Werbebanner.

Ein nachhaltiges Internet – möglich?!

Stell dir vor, das Internet ist nachhaltig. Wie sieht es dann für die Nutzer:innen aus? Unterscheidet sich ein grünes Internet vom Internet, wie wir es heute kennen? Oder ist Nachhaltigkeit eher ein Ding, dass irgendwo im Hintergrund, in der Technik abläuft. So ähnlich wie mit Ökostrom. Der Laptop arbeitet gleich, egal ob du ihn mit grünem Strom betreibst oder einem herkömmliche Energiemix aus der Steckdose kommt. 

Was steht dem nachhaltigen Internet noch im Weg?

Der Stromverbrauch ist der kritische Faktor

Der immense Stromverbrauch ist die größte Herausforderung für ein grünes Internet. Jedes Bit und Byte, das durch das World Wide Web reist, verbraucht Energie. Hauptsächlich ist das die Energie für Rechenzentren. Dort stehen in langen Reihen die Server, auf denen die stetig wachsenden Mengen an Daten gespeichert sind, die das Internet ausmachen.

Durch den derzeitigen, meist klimaschädlichen Strommix ist der Stromverbrauch des Internets gleichzeitig auch ein Klimaproblem. Laut Statistischem Bundesamt sind Kohlekraftwerke auch in Deutschland noch immer wichtige Stromerzeuger. In den Kraftwerken verbrennt die Kohle oder anderen fossilen Energien. Es entsteht Energie, aber eben auch Kohlenstoffdioxid (CO2). Das Treibhausgas CO2 heizt, zusammen mit anderen Gasen, die Erde auf. Der Temperaturanstieg auf der Erdoberfläche verursacht so den Klimawandel.

Einige Statistiken zum Stromverbrauch? 

  • Google gibt in seinem Blog an, dass eine Suchanfrage etwa 0,0003 Kilowattstunden Strom verbraucht. Der Wert bezieht sich auf eine durchschnittliche Suchanfrage, die in etwa 0,2 Sekunden beantwortet ist.
  • 101 Tausend Suchanfragen bearbeitet Google in der Sekunde. Laut Internetlivestats, abgefragt April 2022.
  • Das macht rund 30,3 Kilowattstunden Strom pro Sekunde für die Suchanfragen weltweit.
  • Zum Vergleich, ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht etwa zwischen 2.600 und 5.000 Kilowattstunden im Jahr. 

Du siehst, es ist nicht so verwunderlich, dass hier riesige Zahlen im Spiel kommen. Um dir zu zeigen, wie das im Verhältnis zu Ländern aussieht – Das Wissensmagazin Quarks hat die Details recherchiert:

Im Stromverbrauch entspricht das Internet in etwa dem von Deutschland und Kanada zusammen.

Wird das Internet nachhaltig durch erneuerbare Energien?

Dafür müssten die Rechenzentren, die den Großteil des Stroms verbrauchen, mit klimafreundlichen Energien arbeiten. Der Strom treibt nicht nur die Server an, sondern auch deren Kühltechnik. Du hast sicher schon mal erlebt, wie ein Computer heißgelaufen ist. Sogleich schaltete sich der eingebaute Ventilator ein. So kannst du dir die Situation in Rechenzentren vorstellen. Die Server erzeugen Wärme und benötigen Kühlung.

So könnte das nachhaltige Internet mit grünen Rechenzentren funktionieren

Grünen Rechenzentren setzen auf natürliche Energiequellen und vermeiden dadurch CO2-Emissionen.

  • Den Strom erzeugen Wind- und Solarkraft sowie Wasserkraftwerke.
  • Die Kühlung kann ebenfalls über Kühlwasser erfolgen. Einige speisen beispielsweise anschließend das aufgewärmte Wasser in Fernwärmeanlagen ein. Die Rechenzentren heizen praktisch die Wohnungen in der Umgebung. Noch besser, wenn eine zusätzliche Kühlung so gut wie überflüssig ist. Schweden wirbt beispielsweise mit seinen kalten Außentemperaturen für die Ansiedlung von klimabewusste Rechenzentren.

Skandinavien ist gerade die Region, in der viele grüne Rechenzentren entstehen. Zum Beispiel eröffnete Microsoft eines in Schweden und plant für Finnland.

Das grünste Rechenzentrum steht nach Aussagen des Betreibers in Norwegen – es ist klimaneutral und kommt ohne Treibhausgas Emission aus. Wasserkraft sorgt für Strom und das kalte Wasser aus dem Fjord kühlt die Server. 

Für ein nachhaltiges Internet braucht es mehr als klimaneutrale Rechenzentren

Jetzt stell dir weiter vor, dass an den malerischen Küsten der norwegischen Fjorde ein Rechenzentrum neben dem anderen steht. Kein schöner Anblick und auch kein nachhaltiger Ansatz.

Der Mensch betoniert die Landschaft zu, um CO2-frei im Internet zu surfen. Die Rechenzentren haben ein grundsätzliches Problem mit Nachhaltigkeit. Sie verbrauchen Platz, und zwar viel Platz und dazu Kühlwasser. Damit beanspruchen die ebenfalls knappen Ressource Boden und Wasser. Zusätzlich muss auch der ebenfalls knappe Rohstoff Sand in einer Nachhaltigkeitsbetrachtung auftauchen. Der Baustoff Beton enthält größtenteils Sand.

Was heißt das jetzt, für unser nachhaltiges Internet? Im Grunde wäre erneuerbare Energie und klimaneutrale Rechenzentren schon die Lösung. Aber Nachhaltigkeit bedeutet ja, den bewussten Umgang mit den verfügbaren Mitteln. Das kann in Zukunft ein wichtiger Aspekt werden. Die Kapazitäten für grüne Rechenzentren sind am Ende limitiert. Unter anderem durch die geografischen Bedingungen. Um mit der stetig wachsenden Datenflut Schritt zu halten, müssten immer weitere grüne Rechenzentren an geeigneten Standorten entstehen. Damit wären wir wieder bei dem beschriebenen Szenario – Die Küsten der Fjorde, zu betoniert mit Rechenzentren.

Nachhaltiges Internet, kann es die Energieeffizienz richten?

Was wäre, wenn gar nicht mehr Rechenzentren erforderlich wären. Ein Blick auf die Entwicklungen der letzten Jahre zeigt, dass Rechenzentren immer effizienter die Energie nutzen. Neuste technische Entwicklungen ermöglichen einen sparsameren Betrieb der Anlagen.

Eine Studie zu Rechenzentren der International Energy Agency IEA macht deutlich, was energieeffiziente Technik hier schon geleistet hat. Denn der Stromverbrauch ist im Zeitraum zwischen 2010 bis 2020 fast konstant geblieben. In der Zeit hat sich jedoch die Auslastung der Rechenzentren verzehnfacht und der Traffic im Internet hat um mehr als das 15-fach zugenommen. 

Einer der Treiber für den rasanten Anstieg im Traffic der letzten Jahre ist Video-Streaming. Prognosen gehen davon aus, dass die Nutzung das Internet weiter zunimmt. Neue Dienstleistungen kommen noch hinzu, wie beispielsweise Telemedizin und das Internet der Dinge (IoT). Dann sind da noch Cloud-Computing und Blockchain Technologien. Dazu immer mehr E-Mails, Video-Calls und Social Media lasten die Rechenzentren immer weiter aus. 

Wird die Energieeffizienz reichen?

Vielleicht nicht, denn wir nutzen das Internet, als ob es keine Limits gäbe.

Spam E-Mails, Fake Profile in Social Media oder Werbebanner auf Internetseiten verbrauchen nicht nur Strom, sondern damit auch die Ressourcen der Rechenzentren.

Die Observer Research Foundation (ORF) recherchierte für 2019, was alles so überflüssigerweise im Netz kursiert:

  • 158 Milliarden Spam E-Mails – das sind etwa 55 Prozent der versendeten E-Mails!
  • 2,2 Milliarden Fake Profile löschte alleine Facebook 2019.
  • 1.700 Werbebanner bekam der durchschnittliche Internetnutzer pro Monat zugespielt. Eine Studie errechnete für 2018, dass die Werbebanner für gut 10 Prozent der Internet-CO2-Emissionen verantwortlich waren. Übrigens, liegt, laut ORF die Erfolgsquote der Werbebanner bei 1 zu einer Million.  

So könnte dann ein nachhaltiges Internet aussehen

Ein nachhaltiges Internet achtet auf seine Ressourcen und nutzt sie alle effizient. Das sind grüne Energien, Wasser und Boden.

  • Im Hintergrund:
    • Erneuerbare Energien, wie Solar-, Wind- oder Wasserkraft treiben die ganze Maschinerie an.
    • Grüne Rechenzentren verarbeiten und speichern die Daten
    • Energieeffiziente Technologien erlauben es, immer mehr Daten zu speichern und in einem Bruchteil von Sekunden wieder abzurufen.
  • Für den Nutzer:
    • Hier fällt auf, dass Werbung sehr spärlich ist. Wahrscheinlich erfolgt die Zuspielung sehr spezifisch auf die jeweiligen Nutzer:innen zugeschnitten. Aufgrund des von dir zugelassenen Nutzerprofils.
    • Spam-Mails gehören, in einer nachhaltig orientierten Welt, einfach nicht mehr zum guten Ton.
    • Auch die Websites selbst sind auffällig einfach und eher minimalistisch designt. Das spart Strom und Ladezeiten.
Website nachhaltig
Website nachhaltig

Nachhaltige Website, warum du jetzt eine brauchst

Eine nachhaltige Website ist die Visitenkarte eines zeitgemäßen Online Business. Es geht ums Klima und um weitere Vorteile fürs Business.

Tipps vom Diwan

Der CO2-Fußabdruck fürs Online Business

Danke, dass du den Artikel gelesen hast. Interessiert es dich, wie viel Treibhausgase dadurch entstanden sind?

Hier, der Carbon Calculator zeigt dir die CO2-Emissionen im Gramm pro neuem Seitenaufruf an. Während die Seite aus dem Internet lädt verbraucht der Vorgang Strom. Die Treibhausgase oder CO2-Emissionen entstehen bei der Stromerzeugung durch fossile Energieträger.

Zum Vergleich, eine durchschnittliche Website verbraucht 1,76 Gramm CO2-Emissionen pro Aufruf.

Du möchtest auch Fairness und Umweltschutz zu deinem Motto machen? Dann begleite mich auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen.

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Bilder: DIWAN.blog

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