Was bedeutet denn jetzt schon wieder klimaneutral?

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Was bedeutet klimaneutral für Unternehmen –> kurzgefasst:

Klimaneutralität ist erreicht, wenn der Menschen auf dem Planeten agiert, ohne dabei das Klima zu beeinflussen. Das heißt, unser CO2 Fußabdruck ist neutral und damit quasi unsichtbar.

Um die Erderwärmung doch noch auf das „1,5 Grad Celsius Ziel“ zu verlangsamen, appelliert der Weltklimarat (IPCC) an Gesellschaft und Wirtschaft, umgehend die Klimaneutralität anzustreben. Das deutsche Klimaschutzgesetz hat das Ziel, Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen.

Das bedeutet klimaneutral:

  • Einsparen und reduzieren von fossilen Brennstoffen, die für den Großteil der Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Diese heizen das durchschnittliche Klima der Erde auf.
  • Kompensieren von Kohlenstoffdioxid-Emissionen, die sich nicht vermeiden lassen.

Was sonst noch alles für Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Unternehmen wichtig ist, das liest du hier oder weiter im Diwan.blog.

Klimaneutral – Bedeutet es, dass Nachhaltigkeit out ist?

Fragst du dich gerade, was klimaneutral nun eigentlich bedeutet? Vielleicht hast du gerade aufwendig deinen Kund:innen erklärt, dass nachhaltige Produkte einfach rundum gut sind. Gut für die Umwelt und die Menschen – und nein, sie kosten nicht mehr Geld, weil du noch mehr Profit machen möchtest, sondern das sind die fairen Preise. Das bedeutet, dass jeder der daran Beteiligten seinen Lebensunterhalt sichern kann. – Doch jetzt reden alle von Klimaneutralität.

Aber zunächst einmal, was steckt hinter dem Begriff und warum ist Klimaneutralität jetzt so wichtig.

Klimaneutralität, die Definition

Die erste Anlaufstelle, für solche Fragen ist für mich immer der Weltklimarat, IPCC. Die Expert:innen im Rat sichten und bewerten die Forschungen zum Thema Klimawandel. Ihre Aufgabe ist es, die internationalen Entscheider:innen objektiv zu beraten. Hier gibt es also die fundierten Informationen aus erster Hand.

Der IPCC erklärt Klimaneutralität so:

Klimaneutralität oder „Climate Neutrality“ ist erreicht: Wenn der Mensch, mit seinem Lebenswandel, nicht mehr das Klima beeinflusst. Das heißt, der CO2-Fußabdruck der Menschheit ist neutral und damit quasi unsichtbar. Um dies zu erreichen, ist ein Konzept notwendig, um Treibhausgase einzusparen. Der Rest, der sich nicht wegsparen lässt, ist zu kompensieren. Der Ausgleich für das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2) kann über natürliche Kohlenstoffspeicher, wie Wälder, Moore oder Ozeane erfolgen. Weitere Möglichkeiten könnten neue Technologien sein, die CO2 aus der Atmosphäre entziehen.

Warum ist Klimaneutralität so wichtig – was sagt der IPCC dazu?

Der IPCC warnt eindringlich! In seiner Pressemitteilung zum aktuellen Sonderbericht appelliert der Rat an Gesellschaft und Wirtschaft sofort mit Maßnahmen zu beginnen, um zügig Klimaneutralität zu erreichen. Ansonsten ist der Anstieg der Erderwärmung nicht mehr aufzuhalten. Das Ziel, den Anstieg auf 1,5 Grad Celsius zu drücken, rückt dann in weite Ferne. Gelingt es nicht, läuft der Prozess der Erderwärmung Gefahr sich zu verselbstständigen. – Mit katastrophalen Folgen für die Menschen und den Planeten.

Klimaneutralität ist im Klimaschutzgesetz verankert

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Bis 2030 heißt das, 65 Prozent der Treibhausgasemissionen bundesweit einzusparen – gemessen am Wert von 1990. Diese Ziele stehen, neben weiteren, im neuen und verschärften Klimaschutzgesetz.

Wie ist das zu erreichen?

  • Verschärfte Vorgaben – Unter anderem gelten für Industrie, Landwirtschaft und den Verkehrssektor strengere Ziele um Treibhausgasemissionen einzusparen.
  • Förderungen – Damit unterstützt der Bund Maßnahmen, um die Vorgaben zu erreichen. Das sind unter anderem der Umbau der Industrie auf klimafreundliche Energien, alternative Antriebstechniken oder Gebäudesanierungen sowie grüner Wasserstoff.

Was bedeutet klimaneutral nun für dein Unternehmen?

Im Klartext sagt der IPCC ja, dass alles was CO2-Emissionen verursacht aus unserem (Geschäfts)Leben verschwinden muss. Das, was nicht einzusparen ist, muss sich gegen die verfügbaren Speichermöglichkeiten von Kohlenstoffdioxid aufrechnen lassen.

  • Der erste Schritt: Treibhausgase einsparen und reduzieren. Also so viel fossile Energien vermeiden wie es nur geht. Das ist unter anderem Strom oder Wärme aus Kohle, Erdöl oder Erdgas sowie die Müllverbrennung.
  • Im zweiten Schritt: Die verbleibenden Emissionen kompensieren.

Bei der Bedeutung von Klimaneutralität bleibt dann Nachhaltigkeit auf der Strecke?

Nachhaltigkeit ist bei den Klimaschutzbestrebungen die große Klammer. Es verbindet Umweltschutz mit sozialem Handeln und wirtschaftlichen Interessen. Nachhaltig handeln heißt: Heute sicherzustellen, dass die Erde auch für die kommenden Generationen noch ein lebenswerter Ort ist. Das bezieht auf jeden Fall das Klima mit ein.

Achtung! Nachhaltig muss nicht klimaneutral sein. In den meisten Fällen gehen nachhaltige Produkte oder Unternehmen auch sparsam mit fossilen Rohstoffen um. – Sie haben dadurch ihre Treibhausgasemissionen reduziert. Aber es muss nicht neutral sein. Andersherum, kann klimaneutral, teilweise nur bedingt nachhaltig sein – Wenn das Unternehmen hauptsächlich über Kompensationen die Neutralität erreicht. Im Sinne von einem nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen stehen einsparen und reduzieren immer an erster Stelle.

Wie wird dein Unternehmen klimaneutral?

Hast du Nachhaltigkeit schon in deinem Unternehmen umgesetzt, dann bist du wahrscheinlich auch beim Thema Klimaneutralität schon auf dem Weg.

Klimaneutral mit einer CO2-Bilanz

Eine fachlich aufgestellte CO2-Bilanz deines Unternehmens gibt Auskunft über die Größe des CO2-Fußabdrucks, sprich wie viele Treibhausgase verursacht das Unternehmen im Jahr. Eine solche Bilanz erstellen beispielsweise Beratungs- oder Audit-Unternehmen. Dabei erfährst du wo und wie du noch weiter Kohlenstoffdioxid einsparen kannst. Außerdem nennt dir das Audit seriöse Programme, um die restlichen Emissionen zu kompensieren. Die Programme verwenden die Kompensationszahlungen meist, um damit Klimaschutzprojekte in Afrika oder Asien zu finanzieren. Das sind zum Beispiel Aufforstungen oder technologische Hilfsprojekte.

Mit solcher Zertifizierung kannst du dein Unternehmen als „zertifiziert klimaneutral“ bezeichnen.

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Header-Bild: CC0/pixabay/janchrhorn – bearbeitet von DIWAN.blog

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