Was Klimaneutralität fürs Online Business bedeutet

Was Klimaneutralität fürs Online Business bedeutet —> kurz gefasst

Klimaneutralität kann uns noch vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels bewahren. Daher soll oder besser muss die Wirtschaft schnell klimaneutral funktionieren. Auch mit einem Online Business kannst du mithelfen.

Wo überall Treibhausgase entstehen können? Ein Online Business ist viel komplexer, als dein Laptop und du. Auf der Suche nach den Emissionsquellen von Treibhausgasen sind auch alle Hersteller zu berücksichtigen. Ebenfalls alle Provider, oder Dienstleister, die irgendwo in Rechenzentren die Daten deines Online Business speichern.

Mit diesen drei Schritten erreichst du Klimaneutralität:

  1. CO2-Fußabdruck – Eine Berechnung, die dir hilft, die möglichen Quellen aufzuspüren.
  2. CO2 einsparen – Wo immer es möglich ist. Für einige Dienste gibt es noch keine klimafreundliche Lösung, deshalb bleibt eine Restmenge an Emissionen übrig.
  3. Kompensieren – Die Restmenge an CO2-Emissionen, zum Beispiel durch Spenden für Klimaschutzprojekte, kompensieren.

Warum überhaupt Klimaneutralität?

Klimaneutralität wird der neue Standard sein, für das Online Business und alle übrigen auch. Denn Deutschland, die EU und die ganze Welt muss bis spätestens 2050 klimaneutral sein. Klimaneutralität ist die Voraussetzung, um dem Klimawandel doch noch eins entgegenzusetzen. Der Weltklimarat (IPCC), warnt in seinem Bericht vom September 2021, dass nur noch schnelle und weitreichende Einsparungen an Treibhausgasen das Klima stabilisieren können. Das Konzept dafür ist Net Zero CO2-Emissionen, oder Netto Null.

Was das bedeutet, kannst du dir am besten an einer Waage vorstellen. So eine richtig altmodische, bei der Gewichte in die Waagschalen kommen: Diese Waage muss immer im Gleichgewicht sein, dann entspricht das Net Zero. Jede:r der Kohlenstoffdioxid (CO2) freisetzt muss entsprechen wieder etwas in die Waagschale legen. Das Gegengewicht dazu sind CO2-Kompensationen. Allerdings, wenn die Treibhausgase weniger Gewicht aufbringen, fällt auch die Kompensation leichter. Deshalb sind zunächst Einsparungen wichtig.

Der Stromverbrauch ist die Nummer 1 Emissionsquelle Im Online Business
Der Stromverbrauch ist die Nummer 1 Emissionsquelle.

Was bedeutet nun Klimaneutralität für das Online Business?

Online Business? Was kann ich da schon zum Klimaschutz beitragen? Ehrlich, das hatte ich auch mal so gedacht. Dann fing ich an zu recherchieren und stellte fest: Dort entsteht eine Menge an CO2-Emissionen. Das Öko-Institut gibt an, dass durch den digitalen Lebensstil rund 0,85 Tonnen Treibhausgasemissionen jährlich entstehen – im Durchschnitt auf jede:n Einwohner:in in Deutschland gerechnet. Für aktive Onliner darf es auch etwas mehr sein. Also hat jede:r einzelne Möglichkeiten, etwas zu unternehmen. Es mag sich zwar wenig anfühlen, aber wenn wir alle gemeinsam etwas unternehmen – lässt sich viel erreichen. Das zeige ich auch auf Instagram – dort kannst du miterleben, wie ein Blog-Business nachhaltig wird.

1. Schritt zur Klimaneutralität – Den CO2-Fußabdruck ermitteln

Am Anfang steht zunächst einmal die Suche nach den Emissionsquellen. Dabei hilft dir der CO2-Fußabdruck. Der Erstellungsprozess macht erst richtig bewusst, wo überall Treibhausgase entstehen können. Achtung, die wenigsten Emissionen entstehen direkt an dem Arbeitsplatz.

Laut Öko-Institut entstehen nicht ganz die Hälfte (41 Prozent) der durchschnittlichen Emissionen, schon bei der Herstellung von Computer und Co. An zweiter Stelle (29 Prozent) die Datenspeicherung in den Datenzentren weltweit. Danach erst folgt die Nutzung, mit 22 Prozent. Das ist der Anteil, der rund um deinen Arbeitsplatz entsteht. Netzwerke, wie Social Media, fallen im Durchschnitt nur mit 8 Prozent ins Gewicht. Diese Werte beziehen sich auf den Durchschnitt, für alle Bundesbürger:innen gerechnet und nicht speziell für das Online Business.

Der digitale CO2-Fußabdruck
Der digitale CO2-Fußabdruck.

Eine Berechnung des CO2-Fußabdrucks für dein Business kannst du zum Beispiel mit dem Rechner von „klimaneutral handeln“ erstellen.

2. Schritt zur Klimaneutralität – CO2-Emissionen einsparen

Kennst du die Quellen, kannst du etwas unternehmen. Der Fußabdruck zeigt dir, wo du mit Einsparungen ansetzen kannst. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, mit denen du schon einen riesengroßen Beitrag zum Klimaschutz leistest. Manchmal hängen daran vielleicht schwierigere Entscheidungen, wie zum Beispiel den Provider wechseln.

Meine Spartipps:

  • Energieeffiziente Geräte verwenden. Die Angaben findest du meist in der technischen Beschreibung.
  • Ein normales Telefonat anstatt eines Video-Calls. Setze Video-Calls zum Beispiel zum Kennenlernen ein. Danach reicht oftmals ein Telefongespräch. Die Übertragung von Video verbraucht mehr Strom und damit möglicherweise Treibhausgase, als die Übertragung von Sprache oder einer Textnachricht. Überhaupt verbrauchen Videos, oder auch schon Gifs mehr, als ein handliches Bild im jpeg oder png Format. Das Portal CO2-Online berichtet, dass durch eine Stunde Videotelefonie über das Smartphone 67 Kilogramm CO2 entstehen.
  • WLAN oder LAN-Verbindungen sind stromsparender als mobile Netze.
  • Datenspeichern in der Cloud verbraucht mehr Strom als lokale Speicher. Zu diesem Schluss kommt ein Artikel im Stanford Magazin. CO2-Online ermittelte, dass durch ein Back-up in der Cloud etwa 31 Kilogramm CO2 Emissionen entstehen.
  • Ökostrom für den Arbeitsplatz nutzen.
  • Grüne Webhoster verwenden.
Schon mit kleinen Änderungen lassen sich viele CO2-Emissionen einsparen.
Schon mit kleinen Änderungen lassen sich viele CO2-Emissionen einsparen.

3. Schritt zur Klimaneutralität – CO2 kompensieren

Nach den ersten beiden Schritten bleibt noch eine Restmenge an CO2-Emissionen übrig. Warum? Für einige Schnittstellen gibt es mitunter (noch) keine umweltfreundliche Lösung. Wahrscheinlich nutzt du auch den einen oder anderen Service von Facebook/Meta. – dazu gehören ja auch Instagram oder WhatsApp. Der Konzern erklärt, bis 2030 soll Meta vollständig Net Zero erreichen.

Es bleiben also Rest-Emissionen übrig. Aber du kannst jetzt wahrscheinlich ein deutlich leichteres CO2-Paket in die Waagschale werfen, als vor den Einsparungen. Das bedeutet, dass nur noch wenig zur Kompensation übrig bleibt.

Die Möglichkeiten zur Kompensation für ein Online Business

  • Selber Bäume pflanzen – Dies ist eigentlich eine symbolische Aktion. Aber es macht Spaß – Laut Plant for the Planet schätzen Expert:innen, dass ein Baum im Jahr etwa 10 Kilogramm CO2 speichern kann.
  • Für Klimaschutzprojekte spenden – Diese pflanzen dann für dich die Bäume. Die Spenden verwenden sie meistens, für Aufforstungsprojekte in Afrika oder Asien. Im großen Stil macht das die Internetsuchmaschine Ecosia vor. Die Gewinne aus den Werbeeinnahmen verwendet sie, um weltweit Bäume zu pflanzen und so das Klima zu schützen.

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Bilder: DIWAN.blog

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